Bei stressbedingten Gesundheitsstörungen und Burnout ist immer häufiger auch ein deutlich erhöhter Histaminspiegel zu finden.

Histamin ist ein biogenes Amin, welches maßgeblich an allen Entzündungsreaktionen im Körper beteiligt ist.

Ständig erhöhte Histaminkonzentrationen unterhalten ständig Entzündungsprozesse (chronische Entzündungen). Sie führen zu einem Sauerstoffmangel im Gewebe und zu einer Gewebsazidose (Gewebeübersäuerung).

Chronische Entzündungen können jedoch auch durch neuronale Prozesse unterhalten werden, wenn z. B. Histamin oder psychosozialer Stress das Nervensystem aktivieren.

Histamin setzt die Reaktionsschwelle für andere Neurotransmitter (Botenstoffe im ZNS zur Reizweiterleitung) herab. Hierdurch wird die neurogene Entzündung unterhalten. Histamin zählt auch zu den exzitatorischen (anregenden) Neurotransmittern mit seiner Hauptwirkung auf den hinteren Hypothalamus. Es reguliert z. B. den Schlaf-Wachrhythmus, die Appetitkontrolle.

Zudem führt Histamin zu einer Sympatikotonie (erhöhte Erregbarkeit)  und reduzierter Stresstoleranz.

Histamin wird jedoch nicht nur in unseren Zellen bzw. im Körper von uns selbst produziert, sondern auch von Darmbakterien. Dies bedeutet, dass bei Dysbioseverhältnissen Histamin durch Bakterien vermehrt gebildet werden kann und damit die Histaminkonzentration in unserem Körper ebenfalls ansteigt.

Nachgewiesene Reaktionen auf Histamin sind sehr vielfältig:

–        Kopfschmerzen / Migräne

–       Magen-Darm-Beschwerden: Durchfälle, Bauchschmerzen, Übelkeit, Brechreiz, Sodbrennen, Meteorismus

–       Hauterkrankungen: Uricaria, Ekzeme, Hautrötungen,Schwellungen der Haut, Juckreiz, Flushreaktion

–       laufende Nase, verstopfte Nase

–       Asthma, Husten

–       Herz-Kreislaufbeschwerden: Hypertonie, Herzrhythmusstörungen, Hypotonie,

–       Schlafstörungen, Erschöpfungsyndrom, Gliederschmerzen

–       Blasenentzündung, Harnröhrenentzündung

–       prämenstruelles Syndrom, Dysmenorrhoe

–       Heißhunger

–       Schwindel

–       ADHS

–       Depression

Diagnose

Moderne Laborparameter finden schnell erhöhte Histaminwerte in Stuhl, Blut und Urin.

 

Therapie

Da eine Heilung nur in der Parasympatikotonie (Entspannung) möglich ist, verhindert Histamin eine schnelle Heilung und Genesung.

1. Balancierung des vegetativen Nervensystems

Eine Reduzierung von Histamin erfolgt durch eine natürliche Balancierung des vegetativen NS mit Aminosäuren, Hormonen, Vitaminen, Mikronährstoffe, Cholincitrat, Homöopathika (Dysto Loges, Nervoregin, Zinkum valerianicum, Calmvalera, Bachblüten, …)

2. Regeneration der Darmschleimhaut

Bei erhöhtem Histaminspiegel im Darm muss zusätzlich die Regeneration und der Aufbau der Darmschleimhaut erfolgen. (Omni Biotic Stress Repair, Omni Logic Plus, Phospholipide, Zink, Glutamin, Flohsamenschalenpulver).

3. Antientzündliche Ernährung

Die folgenden Ernährungsregeln sorgen dafür dass keine neuen Histaminschübe getriggert werden und der Regenerationsprozess nicht gestört wird:

–       Kein Zucker

–       Vermeidung histaminreicher Nahrungsmittel

–       Meidung von Nahrungsmittelallergenen (Allergie Typ IV – Spätreaktion)

–       Kohlenhydratarm, eiweißreich (pflanzliches Eiweiss), fettreich (Omega 3 Fettsäuren, Lecithin),

–       Glutenfrei

–       Keine Kuhmilchprodukte

–       Kein Öl zum Braten, stattdessen Butterschmalz, Kokosfett, Ghee-Butter

–       Keine Konserven- und Tütenprodukte

4. Wertvolle Ergänzung

Zusätzlich können Zelltherapien mit Organpeptiden, Bioresonanztherapie  oder Magnetfeldbehandlungen zum Einsatz kommen.

Die Zeit bis zur Normalisierung des Histaminpiegels kann lange  dauern und ist nicht zuletzt auch abhängig vom Schweregrad und der  Compliance des Patienten.

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